Alterspsychiater fordern mehr Diagnostik und Behandlung bei beginnender Demenz

Am 21. September ist Welt-Alzheimertag.
Im Jahr 2019 steht dieser Tag in Deutschland unter dem Motto „Demenz. Einander offen begegnen“.

Weltweit und auch überall in Deutschland finden rund um den Welt-Alzheimertag und in der „Woche der Demenz“ vielfältige Aktionen statt, um auf die Situation von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen aufmerksam zu machen. „Leider wird die überwiegende Mehrzahl demenzerkrankter Menschen nicht fachgerecht diagnostiziert“, so Prof. Michael Rapp, Berlin, Präsident der Deutschen Alterspsychiater (DGGPP e.V.).

„Vergesslichkeit, sogenannte kognitive Störungen, bedeuten nicht immer eine Demenzerkrankung. So hat jeder siebte mit Gedächtnisstörungen eine andere körperliche Erkrankung, die die Merkfähigkeit stört, wie z.B. eine nicht richtig behandelte Schilddrüsenerkrankung. Diesen Menschen kann oft innerhalb kurzer Zeit geholfen werden und damit der Pflegekasse viel Geld gespart werden.“

Es gibt in Deutschland inzwischen eine ganze Reihe von Einrichtungen (Memorykliniken, Gedächtnissprechstunden), die auf die Untersuchung und Behandlung beginnender Gedächtnisprobleme spezialisiert sind. Die Gesellschaft der deutschen Alterspsychiater hat auf ihrer Webseite eine aktuelle Liste veröffentlicht:

Liste der Gedächtnissprechstunden

Pressemitteilung zum Welt-Alzheimertag